Rohrbruch – Wer zahlt?

Leider kommt es in Mietshäusern immer mal wieder zu Wasserrohrbrüchen, die große Schäden verursachen. Schuld daran ist aber nicht der Vermieter. Laut dem Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland sind Eigentümer nicht zu einer regelmäßigen Prüfung der Wasser- und Heizungsleitungen verpflichtet. Daher müssen Vermieter in der Regel auch nicht für Schäden durch einen Rohrbruch aufkommen. Und auch die Gebäudeversicherung des Eigentümers muss üblicherweise solche Schäden nicht zahlen. Sie greift nur bei Mängeln am Gebäude oder etwa dem Fußboden. Verfügt der Mieter über eine Hausratversicherung, ist diese für die Schäden am Mobiliar zuständig.

Ein drohender Rohrbruch ändert die Sache

Falls der Bewohner jedoch Anzeichen für einen drohenden Rohrbruch erkennt und die dem Vermieter meldet, ist es dessen Pflicht, die betroffenen Leitungen zu überprüfen. Unterlässt er dies, muss er dem Mieter entstandene Schäden ersetzen. Hinweise, die auf defekte Leitungen schließen lassen, sollten Eigentümer demnach ernst nehmen – so lassen sich größere Kosten vermeiden und das Mietshaus bleibt in Schuss.