Das ideale Tool für Vermieter, die schon im Vorhinein sichergehen wollen, dass es sich bei zukünftigen Mietern um solvente und gesetzestreue Personen handelt: Die Mietnomaden-Liste. Eine Mieterdatenbank, die Mietpreller, Mietbetrüger sowie jene Menschen auflistet, die Sachschaden in Mietwohnungen angerichtet aber nicht bezahlt haben. Aber gibt es solche Listen überhaupt? Und wie seriös sind sie?

Praktisch: Mieter Auskunfteien im Internet

Mietnomaden Liste
Praktisch für Vermieter: die Mietnomaden Liste, ein Verzeichnis von gemeldeten Mietnomaden

Mit einem Blick in eine Mietnomaden-Liste ließen sich hohe Kosten aus versäumten Mietzahlungen und beschädigtem Eigentum durch zweifelhafte Personen vermeiden. Denn keinem Wohnungsbewerber kann man an der Nasenspitze ansehen, ob er auf lange Sicht Probleme bereiten wird. Schon gar nicht den so genannten Mietnomaden. Denn die sind darauf spezialisiert, Vermieter zu täuschen und zu betrügen und betreiben dies äußerst professionell.

Ihre Masche: Sie nutzen gutgläubige Vermieter aus. Erst ergaunern sie sich das Vertrauen der Vermieter, indem sie sich aktiv um ihre Gunst bemühen. Sobald jedoch der Mietrückstand auffällt und sie damit konfrontiert werden, ziehen sie einfach weiter und das gleiche Spiel beginnt von vorn. Die bisherige Wohnung und den Vermieter lassen sie mit dem Schaden und oftmals Kosten von bis zu 25.000 € allein zurück. Achtung: Ohne eine sorgfältige Prüfung nach bewährten Kriterien ist die Wahrscheinlichkeit, auf Mietnomaden hereinzufallen, leider besonders hoch.

Wo finde ich die Schwarze Liste und kann man Mietnomaden melden oder nachschlagen?

Mietnomaden Schwarze Liste: Man kann Mietern nicht ansehen, ob sie Mietnomaden sind.

Verständlich, dass der Wunsch groß ist, Mietnomaden melden zu können und ihre Identität mit den eigenen Mietern oder Mietinteressenten abzugleichen. Eine Datenbank, die als Schwarze Liste für gemeldete Mietnomaden fungiert, wäre dazu bestens geeignet.

Vollständige Auflistung in der Mietnomaden-Datenbank?

Doch leider kann man an dieser Stelle nur „wäre“ und nicht „ist“ sagen. Im Internet lassen sich mehrere Online-Mietnomaden-Listen finden, jedoch muss an ihrer Seriosität gezweifelt werden. Der Grund? Das Melden von Privatpersonen, auch wenn sie in der Vergangenheit einen Mietschaden oder Sachschaden verursacht haben, fällt in Deutschland unter das streng geregelte Datenschutzgesetz und ist nicht zulässig.

Selbst wenn es eine zentrale Regelung der Mieterdatensätze gebe, um eine aufschlussreiche Übersicht von Mietnomaden zu bieten, Vollständigkeit könnte niemals gewährleistet werden. Es kommen ständig neue Mietnomaden hinzu. Gesetzt den Fall, dass bekannte Mietnomaden überhaupt unter ihrem richtigen Namen mieten, denn gefälschte Dokumente sind keine Seltenheit.

Fazit: Mietnomaden-Datenbanken aus dem Internet sind gesetzwidrig und könnten Vermietern aufgrund mangelnder Vollständigkeit keinen Mehrwert garantieren. Unter diesen Umständen kann selbst ein sorgfältig durchgeführter Abgleich mit Mieter Auskunfteien nicht den gewünschten Schutz vor Betrügern bieten.

Was kann ich effektiv gegen Mietnomaden tun?

Das einzig wirkungsvolle Mittel gegen Mietnomaden ist die Vorsorge. Hierzu gehört neben einer gewissenhaften Prüfung der Mietinteressenten vor Vertragsabschluss auch die finanzielle Absicherung des Vermieters durch eine Mietausfallversicherung.

Sicherheit durch Fakten schaffen

Denn selbst der gewissenhafteste Prüfer ist vor professionell gefälschten Selbstauskünften leider nicht gefeit. So sind Vermieter nicht schutzlos Mietausfällen, ausbleibenden Nebenkostenzahlungen, mutwilliger Sachbeschädigung oder Vermüllung in der Mietwohnung ausgesetzt. Zumal ein kostenloser Bonitäts-Check der Mietpartei von offizieller Seite Teil der Mietnomadenversicherung ist und im Gegensatz zur Mietnomaden-Liste Fakten schafft.

 


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